Campusemerge – Ideen für Teilnehmeraktivierung und Feedback für Lehrende

Ich weiß gar nicht, wo ich drauf gestoßen bin, aber gestern hat mich ein Link dann doch angesprochen. Es geht dabei um eine öffentliche Bewertung eingereichter Beispiele für multimedial aufbereitete Hochschul-Lehrveranstaltungen – übrigens nur aus Niedersachsen.

Die insgesamt 27 in Kurz-Videos dargestellten Beispiele (wenige Minuten) überschreiten dann auch mein Zeitbudget, aber das Reinklicken in einige hat mich dann doch interessiert. So wird z.B. ein Video als Dialog anschaulich zwischen Playmobil-Figuren gehalten (vitaMIN(T)Lehre), ein anderes (öffentliche Seminare im Web 2.0) erklärt als einfacher Papier-Zeichentrickfilm die Umsetzung. „Neue Medien im Sprachunterricht“ zeigt sehr schön, das Konzept des sich-in-Gruppen-selbst-Erarbeitens, und „Vorlesung mal anders – der wi² packt es an“ zeigt auch die sehr positive Reaktion der Studenten auf die ganz andere Art von Vorlesung.

Mir fiel dabei auf, dass es in den dargestellten Beispielen ganz oft um die intensive Aktivierung der Lernenden geht. Und offensichtlich macht dieses aktive Lernen auch viel mehr Spaß. gleichzeitig wird in einigen Beispielen ganz bewußt aktuelles Feedback während des Lernens von den Lehrenden eingeholt (z.B. über „Clicker“), um auf Lernschwierigkeiten eingehen zu können, und die eigene Lehre darüber permanent zu verbessern.

Allein diese Ideen und Lösungen für Teilnehmeraktivierung und aktuelles Trainer-Feedback sind es wert, auf eine mögliche Übertragung in unsere Trainings-Dienstleistungen überprüft zu werden. Und teuer ist das offensichtlich nicht, wenn man sich die Angaben in den Wettbewerbsbeiträgen dazu ansieht.

Irgendwie macht das ja Mut, wenn die Qualität von Lehre an unseren Hochschulen jetzt wirklich einen Quantensprung zu machen scheint. Und wenn das, was dort mit Steuergeldern entstanden und ausprobiert ist, nun auch von uns Trainings-Profis übernommen werden kann, spart das ja auch Entwicklungskosten. Ein Grund mehr, sich einige der Beispiele genauer anzuschauen, und sie den Trainingsentwicklern zur Pflichtlektüre zu geben!

Karlheinz Pape

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